{"id":2542,"date":"2011-07-23T17:15:00","date_gmt":"2011-07-23T15:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.60ergang.at\/wordpress\/?p=2542"},"modified":"2012-12-16T17:26:45","modified_gmt":"2012-12-16T16:26:45","slug":"gipfelstrmerweg-karwendel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.60ergang.at\/wordpress\/gipfelstrmerweg-karwendel\/","title":{"rendered":"Gipfelst&uuml;rmerweg-Karwendel"},"content":{"rendered":"<p>4:40 Uhr pipip pipip pipip &#8211; yuhuui, aussi aus die Federn. Erste Tagesetappen heute: 05:36: Bus von Birgitz nach Innsbruck; 06:37: Zug von Innsbruck nach Scharnitz. Der Busfahrer ist vollkommen &#8222;overturned&#8220; und la\u00dft den 50-Sitzer mit \u00fcber 100 Sachen &#8222;es Stra\u00dfl oi&#8220;. Ganz wohl war mir nicht mehr. Auch in der Stadt war 50 scheinbar sein unterstes Limit. Heil am Bahnhof angekommen, stolpere ich \u00fcber einen quer (!!) auf der Stiege liegenden, halb schlafenden und halb bewu\u00dftlosen, angesoffenen Jugendlichen. Ma b\u00e4rig! Es folgen ungl\u00e4ubige Blicke von kleinen Japanerinnen, die offensichtlich noch nie einen gro\u00dfen Mann mit Bergschuhen und Rucksack sahen. Ich hole mir einen Kaffee und mache das erstemal Bekanntschaft mit dem Fahrkartenautomat. Geht ja, h\u00e4h\u00e4. Auf den Zug warte ich drau\u00dfen, in der Halle ist heute nicht meins. Der Treno startet p\u00fcnktlich und die Fahrt durch die Martinswand hat doch allemal was. Um 07:45 steige ich in Scharnitz aus und werfe das GPS Ger\u00e4t an. Ein sauberer Track soll heute eine meiner Belohnungen sein. Ich marschiere der Isar entlang, wechsle aber bald ins Gleirschtal.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.60ergang.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/clip_image0015.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border: 0px;\" title=\"clip_image001[5]\" src=\"https:\/\/www.60ergang.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/clip_image0015_thumb.jpg\" alt=\"clip_image001[5]\" width=\"184\" height=\"244\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Blick in die Gleirschklamm, ein eigenes Auflugsziel<br \/>\nDie Amts\u00e4ge ist mein erstes Ziel, kurz vorher biege ich aber nach rechts ab zur Kristenalm. Noch ist es Forstweggehatsche, flach und lang aber notwendig. Notwendig, um zum Beginn des Gipfelst\u00fcrmerwegs zu kommen, der sich bald nach der Kristenalm problemlos finden l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.60ergang.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/clip_image0024.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border-width: 0px;\" title=\"clip_image002[4]\" src=\"https:\/\/www.60ergang.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/clip_image0024_thumb.jpg\" alt=\"clip_image002[4]\" width=\"244\" height=\"184\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Pfad schl\u00e4ngelt sich zuerst durch Wald, sp\u00e4ter \u00fcber Latschenh\u00e4nge und ganz zum Schlu\u00df \u00fcber Grobschotter Richtung Frau Hitt Scharte, nicht ohne m\u00fchsame Abstiege und Querungen. In Summe kommen noch einmal gut 250 Aufstiegsmeter dazu.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.60ergang.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/clip_image0034.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border-width: 0px;\" title=\"clip_image003[4]\" src=\"https:\/\/www.60ergang.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/clip_image0034_thumb.jpg\" alt=\"clip_image003[4]\" width=\"244\" height=\"184\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>hier verlierst Du gut 150 hm<br \/>\nVor dem See im Frau Hitt Kar f\u00e4ngt es richtig zum &#8222;prascheln&#8220; an. Ich rechnete aber f\u00f6rmlich damit, weil ich nun auf die h\u00f6chste Stelle der Tour zugehe und ich mir schon vorher ausmalte, da\u00df genau dort die Regenwolken h\u00e4ngen werden. Der See war leider nicht da (nicht so am 12.6.2010, siehe <a href=\"https:\/\/picasaweb.google.com\/berg.schneefan\/120610Brandjochsudgrat#5481904808572498882\">Foto<\/a> ). Ich m\u00fche mich den steilen weg hinauf. Wer hat den angelegt? Schon meine Schwester erz\u00e4hlte mir davon und meinte: &#8222;dess war mei` h\u00e4rteste Tour&#8220;. Jetzt wei\u00df ich, wovon sie sprach, ist Ihre Me\u00dflatte ja keine Mehrstundentour, sondern eine 1,5 Stunden Almwanderung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.60ergang.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/clip_image0044.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border-width: 0px;\" title=\"clip_image004[4]\" src=\"https:\/\/www.60ergang.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/clip_image0044_thumb.jpg\" alt=\"clip_image004[4]\" width=\"244\" height=\"184\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>elendig steiler Anstieg vor dem Frau Hitt Kar<br \/>\nKurz vor der Scharte wirds richtig unn\u00f6tig, es regnet, ist rutschig, steil, fast weglos und ich denke mir: &#8222;warum machst Du das eigentlich?&#8220;. Aber da tauchen Seilversicherungen auf und es geht mir gleich besser. Die Passage ist nicht schwer, aber aufgrund der N\u00e4sse ist es schmierig und glitschig. Ich passe gut auf, ausgleiten k\u00f6nnte fatal enden, zumindest w\u00fcrde ich mir mit Sicherheit weh tun. Entlang des Stahlseiles hantle ich mich rauf und ziehe mich \u00fcber den letzten Aufschwung genau auf den Frau Hitt Sattel.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.60ergang.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/clip_image0054.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border-width: 0px;\" title=\"clip_image005[4]\" src=\"https:\/\/www.60ergang.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/clip_image0054_thumb.jpg\" alt=\"clip_image005[4]\" width=\"184\" height=\"244\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>Geeeeeschafft! Hinten runter, wo es windstill ist. Im Rucksack ist noch 1 ltr Mineralwasser (mit Kohlens\u00e4ure), die ziehe ich raus und nehme kr\u00e4ftige Schlucke, was mir kurz nachher, beim Abstieg, ein recht grobes &#8222;B\u00e4uerchen&#8220; entlockt. Was solls, ist ja weit und breit niemand da&#8230;&#8230;., oder?\u00a0 &#8222;Mahlzeit&#8220; schreit pl\u00f6tzlich einer, 25 mtr ober mir vom Brandjochgrat runter. Er steht oben, im Regen, Kapuze auf und hat sich offensichtlich dar\u00fcber gefreut, da\u00df er nicht der einzig Irre ist, der an so einem Tag unterwegs ist. Nach kurzem Smalltalk geht jeder seine Wege und ich mu\u00df noch ein bi\u00dfchen grinsen, wegen dem ungenierten Aufstosser. Der Weiterweg Richtung H\u00f6ttinger Alm wird gem\u00e4chlich und sauber gegangen, die Ausrutschgefahr ist allgegenw\u00e4rtig und hat vor 1 Jahr sogar ein Todesopfer in dieser Zone gefordert. Kurz vor der H\u00f6ttinger Alm mu\u00df ich kurz rasten und haue mir die Mannerschnitten rein. Die Alm selber lasse ich links liegen und w\u00e4hle als Abstiegsweg den (steilen) Steig. Wo er in den Wald m\u00fcndet, versperren geschl\u00e4gerte B\u00e4ume und herumliegende \u00c4ste den Weg und zweimal &#8222;hauts mich auf dem schmierigen Holzzeugs auf die Goschn&#8220;.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.60ergang.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/clip_image0064.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"background-image: none; padding-left: 0px; padding-right: 0px; display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto; padding-top: 0px; border-width: 0px;\" title=\"clip_image006[4]\" src=\"https:\/\/www.60ergang.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/clip_image0064_thumb.jpg\" alt=\"clip_image006[4]\" width=\"244\" height=\"184\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<p>&#8222;Weg gesperrt!&#8220; &#8211; war aber nur auf der anderen Seite zu lesen. Von da wo ich kam, offensichtlich nicht notwendig. Ich jete weiter Richtung Tal bis auf einem Wegweiser &#8222;Gramart&#8220; aufscheint. Kindheitserinnerungen an den sch\u00f6nsten Spielplatz der Welt werden wach. Dutzende male ist meine Mutter mit uns dorthin. Ich will Gramart so schnell es geht erreichen und nehme jeden kleinen Trampelpfad an, der nur pfeilsgrade nach unten f\u00fchrt. Die Orientierung ist nur nach Gef\u00fchl &#8211; eigentlich habe ich keinen blassen Schimmer, wo ich genau umgehe. Aber, lange dauerts nicht und das Gel\u00e4nde \u00f6ffnet sich, ich bin da. Es ist alles fast so wie fr\u00fcher. Ein paar mehr Spielger\u00e4te stehen herum, WIR fanden fr\u00fcher minimalistischer das Auskommen. Zum Abschlu\u00df w\u00e4hlte ich den k\u00fcrzesten Weg Richung Innsbruck: den durch &#8222;die H\u00f6ll`&#8220;, das ist die verl\u00e4ngerte Dorfgasse (sp\u00e4ter Gramartstra\u00dfe), die vom Gramart sehr steil &#8211; direkt ins Dorfzentrum von H\u00f6tting f\u00fchrt (befahren nur f\u00fcr Anrainer erlaubt und von oben kommend von 1.11. bis 31.3. generell verboten). Die Walli hat sich im Dorfdschungel verfahren und so hoppelte ich ihr bis zum &#8222;Schie\u00dfstand&#8220; entgegen. Dort schmiss ich mein Zeugs ins Auto und lie\u00df mich selbst auf den Beifahrersitz fallen.<br \/>\nKein Wunder, nach 30,38 km; 6:37 in Bewegung und 1546 Aufstiegsmetern war ich ehrlich geschafft.<br \/>\nMeine Zusammenfassung. Grandiose Karwendel\u00fcberschreitung f\u00fcr Liebhaber von l\u00e4ngeren Touren, denen &#8222;Talhatscher&#8220; nix ausmachen.<\/p>\n<p>Giggi, 23.7.2011<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/plus.google.com\/photos\/110784372577063064381\/albums\/5632589613645881633?banner=pwa\">Picasa-Webdiaschau<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>4:40 Uhr pipip pipip pipip &#8211; yuhuui, aussi aus die Federn. 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